Marsch durch Wien

von Nina Brnada

Applaus in Wien, Hitlergrüße in Budapest, ein Toter und ein Kanzler, der die Grenzen öffnet. Das Protokoll einer historischen Woche

Reportage: Nina Brnada, Florian Klenk

Budapest / Bicske

Vergangenen Samstag um neun Uhr morgens, als die Odyssee ihr Ende findet, stehen die Münder der Männer offen. Schnarchend, den Kopf an die Scheiben des Zuges gepresst, überhören sie Chris Lohners auf Band gesprochene Durchsage: „Bitte aussteigen“. Am Bahnsteig zwei des Wiener Westbahnhofs wachen sie auf.

Es sind hunderte, die nun aus dem Zug steigen, kräftige Burschen, aber auch erstaunlich viele Mütter, Kinder, Babys, Behinderte und Verletzte. Es sind Weinende und Lachende, Verstörte und Erschöpfte, in Decken gewickelt, manche humpeln mit bandagierten Füßen, die nach dem Marsch so angeschwollen sind, dass sie nur in Badeschlapfen passen. An den Schultern mancher Väter schlafen Babys.

Als sie aussteigen aus dem Wieselzug, brandet Applaus auf. Die Wiener klatschen, als würden hier Marathonläufer die letzten Meter machen. Helfer in roten Caritas-T-Shirts haben alles vorbereitet. Dolmetscher, meist junge Einwandererkinder, nehmen Aufstellung. Auf dem Bahnsteig stehen Einkaufswagen voller Brot, Wasser, Babynahrung, Windeln und Stofftiere. Wiener Kinder reichen Blumen und Stoffhunde und blasen Seifenblasen in die Luft.

Wien will jetzt zeigen, dass es anders ist als Budapest, wo diese Menschen tagelang ausharren mussten. Zumindest an diesem „historischen Tag“, wie ÖBB-Chef Christian Kern den 5. September 2015 nennen wird.

Dem ersten Zug aus der Grenzstadt Nickelsdorf haben die ÖBB Dutzende weitere nachgeschickt. Sie werden in zwei Tagen rund 16.000 Menschen zum Westbahnhof fahren, schätzt das Innenministerium.

Wien ist damit zur Drehscheibe Richtung Deutschland geworden. Vertriebene aus Syrien, Flüchtlinge aus Afghanistan und dem Irak, ebenso viele Auswanderer aus Pakistan wollen nämlich auch in Wien nur eines erreichen: davonzukommen, so schnell wie möglich. Richtung „Alemannia“!

Dass solche Szenen möglich wurden, ist auch diskreten Verhandlungen zwischen Österreich, Deutschland und Ungarn zu verdanken. Anders als in sozialen Medien kolportiert, war Bundeskanzler Werner Faymann in der Nacht auf Samstag höchst aktiv.

Während die Kolonnen zu Fuß über die Autobahn zogen und am Bahnhof im ungarischen Bicske der erste Flüchtling an Erschöpfung starb, wurde zwischen Österreich, Deutschland und Ungarn das kurzfristige Durchwinken der Flüchtlinge akkordiert. Leicht war das nicht, denn weder die deutsche noch die österreichische Regierung wollte den Flüchtlingen in Ungarn eine offizielle Einladung aussprechen, auch aus Angst vor einer weiteren Mobilisierung zehntausender in der Region.

Daher fand man eine gemeinsames Formulierung. Faymann und Merkel sprachen davon, dass sich für „Menschen in Notlage“ der Schlagbaum heben müsse, wolle Europa seinen Friedensnobelpreis wert sein.

Hehre Worte. Aber es ging in dieser Nacht nicht nur um Humanismus, sondern vor allem um Geld: Die Ungarn, so erzählt es ein österreichisches Regierungsmitglied, wollten in den hektischen Verhandlungen gleich mehr finanzielle Mittel herausschlagen, um jene Last zu schultern, die die Dublin-Verordnung dem Staat auferlegt.

Ungarns Regierung unter dem rechtskonservativen Premier Viktor Orbán spielt ein undurchschaubares Spiel. Einerseits will sie die Flüchtlinge nicht, andererseits besteht sie auf der Einhaltung des Dublin-Systems, nach dem Menschen in jenem Land, das sie als erstes betreten, registriert werden müssen. Das ist oft Ungarn. Etwa 150.000 Asylanträge hat Ungarn derzeit zu betreuen, von Menschen, die selbst nicht in Ungarn bleiben wollen. Die allermeisten betrachten Ungarn nur als Transitland.

Viktor Orbán ist nicht schuld an der Misere. Seine Politik legt bloß offen, wie absurd das Dublin-System funktioniert. Aber Orbán agiert als Demaskierer wider Willen. In Wahrheit geht es ihm nicht darum, die Absurdität europäischer Regelungen zu benennen. Ihm geht es darum, aus seiner xenophoben Rhetorik und Praxis politische Sympathien unter seinen Landsleuten herauszuschlagen, die immer unverblümter ihren Nationalismen frönen.

Vergangenen Donnerstag hatten die ersten 1000 Flüchtlinge in Budapest diese europäische Floriani-Politik satt. Weil sie keinen Ausweg sahen, marschierten sie vom Budapester Bahnhof, wo sie von der Polizei an der Reise mit der Bahn gehindert worden waren, in Richtung Wien los. Einfach so.

Der Aufbruch hatte etwas Biblisches, ihre Ankunft in Wien etwas sehr Erlösendes. Da stehen sie nun, die Syrer, die in Booten auf dem Mittelmeer fast ertrunken wären. Die Afghanen, die in Lastwagen den Erstickungstod riskierten. Die Frauen, die unter messerscharfem ungarischem Stacheldraht durchschlüpften. Ein Syrer hat seine Dokumente noch immer mit Klebeband wasserdicht versiegelt, damit man ihn im Falle des Ertrinkens identifizieren kann, wie er einem Reporter erzählt. Ein etwa 14 Jahre alter Bub bittet, seine Mama im Irak anrufen zu dürfen, er ist völlig allein hier.

Die Ankunft am Samstag, der Jubel der Wiener, das wird deutlich, hat nicht nur humanitären, sondern auch demonstrativen Charakter. Wien signalisiert: Es gibt noch ein anderes, ein hilfsbereites Österreich, eine Antithese zu den Zuständen in Traiskirchen und der Hetze der FPÖ.

Natürlich ist dieses Signal auch wohlfeil, denn nicht einmal ein Dutzend der Ankommenden stellte in Österreich einen Asylantrag. Wien winkte die Ankommenden durch, obwohl das Gesetz eine lückenlose Registrierung vorsehen würde. Es applaudiert jenen, die eigentlich bleiben müssten, aber gleich wieder abreisen, weil sie selbst bestimmen möchten, wo sie künftig leben wollen.

Da stellte sich bei aller Euphorie eine europapolitische Frage: Dürfen sie das? Wer kommt da eigentlich? Und wie lange wird vor allem Deutschland diese Einwanderung dulden?

In Budapest und am Westbahnhof wurde diese Woche nicht nur der Unterschied zwischen der Zivilgesellschaft sowie den Regierungen Ungarns und Österreichs sichtbar, sondern vor allem auch das Dilemma der EU-Einwanderungspolitik. Die Flüchtlinge zeigten auch, dass das Dublin-System, auf dem die Asylpraxis der EU aufbaute, de facto gescheitert ist. Was Dublin ersetzt, bleibt offen.

Der Ort Bicske, ein ungarisches Kaff, schaffte es in die internationalen Medien. Ein Zug der Raaberbahn voll mit Flüchtlingen wurde hier auf der Reise Richtung Österreich gestoppt. Die Ungarn hatten die Vertriebenen in eine Falle gelockt. Sie sollten aussteigen und sich im nahegelegenen Erstaufnahmezentrum registrieren lassen. Doch die Reisenden weigerten sich.

Die Ungarn ließen eine Hundertschaft von Polizisten auffahren, die hier vor den Kameras einen Ausnahmezustand inszenierten. Mal kesselten sie jene Flüchtlinge ein, die aus dem Zug ausgestiegen waren, dann ließen sie sie wieder laufen oder reichten ihnen Äpfel.

Auch die Flüchtlinge nutzen die mediale Aufmerksamkeit. Ein Vater warf sich, seine Frau und sein Baby vor den Kameras demonstrativ auf die Schienen, ehe er mit Handschellen abgeführt wurde. Eltern ließen ihre Kinder im Gepäcksnetz des gestoppten Zuges schlafen, statt in die Baracken des Erstaufnahmezentrums zu ziehen. Junge Männer klagten, sie würden verhungern, warfen aber Kekse und Wasserflaschen, die ihnen die Sanitäter reichten, auf die Schienen.

Sie wollen sich nicht abspeisen lassen, sie kennen das nahegelegene Erstaufnahmezentrum Bicske, wo die Ungarn die Flüchtlinge abseits der Öffentlichkeit ganz schäbig unterbringen. Am Freitag um Mitternacht – bei einem Lokalaugenschein – schlafen dort Babys auf Asphalt, weil es offenbar kein Bett für sie gab. Als Reporter am Lagerzaun um Einlass bitten, ernten sie nur ein karges „No“. Kein Journalist, aber auch kein Mitglied einer NGO darf das Lager sehen.

In diesen Lagern werden die Flüchtlinge registriert, dort werden ihnen die Fingerabdrücke abgenommen. Genau das fürchten die Flüchtlinge wie der Teufel das Weihwasser.

Sind sie einmal registriert, können sie zwar theoretisch weiterreisen und auch in anderen Ländern Asylanträge stellen. Ebenso können sie aber jederzeit nach Ungarn zurückgeschickt werden.

Das Dublin-System, auf dem die bisherige EU-Asylpraxis beruht, sieht vor, dass Asylverfahren in jenem Land abgewickelt werden müssen, über das man in die EU gelangt ist. Hat man Pech, wird man zurückgeschickt. In Ungarn aber wollen die Flüchtlinge nicht leben, sie sehen hier keine Zukunft. Sie wollen in den Norden, die meisten nach Deutschland.

Manche Geflüchteten kommen direkt aus Syrien, andere waren in Lagern der Region, in Jordanien, Libanon oder der Türkei. Der akuten Lebensgefahr sind viele entkommen, es geht bei ihnen also nicht nur um das nackte Überleben, es geht nicht nur um Sicherheit vor den Fassbomben Assads und den Kopfabschneidern des IS. Es geht um die ökonomische Zukunft ihrer Familien. Es geht darum, dass ihre Kinder wieder in Schulen gehen, dass sie sich ein neues Leben aufbauen können, nachdem ihnen ihr altes genommen worden ist. Die Möglichkeit dazu sehen sie eher im reichen Deutschland und in Skandinavien als im latent xenophoben Osteuropa.

Streng genommen müssten die Flüchtlinge im Libanon oder in der Türkei bleiben. Doch das wollen sie nicht, sie gehen weiter, wenn es sein muss, zu Fuß.

Die ganze letzte Woche harrten rund 2000 Flüchtlinge vor und in den freskengeschmückten Gewölben der Budapester Bahnhofshalle aus. Die Passagen wurden zu Katakomben der Vertriebenen. Hier lagen jene, die es auf Booten oder Lastwagen bis in die EU geschafft hatten, einfach auf Kartons, Decken oder Teppichen. In den Gängen stank es nach Schweiß, Kot und Urin.

Migration Aid, die einzige Hilfsorganisation vor Ort, war heillos überfordert. Budapester, die Decken, Polster, Windeln oder Isomatten spenden wollten, kamen erst gar nicht zur Verteilstelle durch, weil ihnen Flüchtlinge die Decken buchstäblich aus den Händen rissen, um nicht noch eine Nacht zu frieren. Weder Caritas noch Rotes Kreuz noch UNHCR waren hier vor Ort.

Eine wichtige Lücke schlossen indes die Roma. Sie hatten Stromgeneratoren angekarrt, damit die Flüchtlinge für einen Euro ihr Handy aufladen konnten. Ohne Smartphone, ohne soziale Netzwerke ohne GPS-Apps hätten sich die Vertriebenen vollends verloren gefühlt.

Es ist Donnerstag, 13 Uhr, als die Flüchtlinge diese Lage satthaben und ihre eigene Befreiung planen. Die Ersten rollen ihre Schlafsäcke zusammen und ziehen los. Sie verlassen den Keleti, ziehen durch die Rákóczi útca über die Elisabethbrücke hinaus aus Budapest, der verhassten Stadt.

Das Schritttempo ist erstaunlich flott, die Männer werden es bis zum Schluss halten. In sieben Stunden legt der Menschenzug 30 Kilometer zurück. Die Flüchtlinge erreichen nicht nur ihre eigene Ausreise aus Ungarn, sondern auch die von tausenden anderen.

Vorn gehen junge Männer, hinten Familien und Alte. Eine alte Frau wird von zwei jüngeren gestützt, in Gummischuhen tapst sie auf dem heißen Asphalt. Die Jungen besprengen ihr Gesicht mit Wasser. Niemand will hier Schwäche zeigen.

Immer wieder rasen Autos am Tross vorbei, während Flüchtlingskinder auf die Straße hüpfen. Auch Familien, die keine Kinderwagen haben, geben nicht auf. Als ein Ungar auf einem Motorrad einen Kinderwagen auf die Autobahn bringt, bricht in einer kleine Gruppe beinahe eine Prügelei um den Buggy aus. Den Menschen hier tun die Fersen weh, die Waden, der Rücken, alles brennt, Blasen schwellen an, die Ersten fangen an zu humpeln. Eine junge Frau sitzt auf dem Boden und schämt sich, auf ihrer Hose sind Blutflecken zu sehen.

Je weiter die Gruppe in die ungarische Ebene voranschreitet, desto mehr Ungarn wollen helfen. Sie reichen belegte Brote, Kinder halten Kisten mit Weintrauben bereit. Dann bricht die Nacht herein, der Himmel färbt sich rot und wird immer trüber.

Wo werden diese Menschen heute Nacht schlafen? In Keleti haben sie nicht nur in den Unterführungen geschlafen, sondern auch in Parks. Aber hier an der Autobahn gibt es keine freien Flächen, die 1000 Menschen Platz bieten, von Sicherheit gar nicht zu reden. „Ihr Hurenkinder!“, schreit ein Autofahrer. Dann kommt ein Bus grölender Männer. Sie stehen an den Fenstern und strecken den Arm zum Hitlergruß, immer und immer wieder.

Während die Leute hier in die stockfinstere Nacht irren, laufen die Telefone zwischen Budapest, Wien und Berlin heiß. Es ist nicht nur die Nacht des Aufbruchs, es ist auch die Nacht hektischer diplomatischer Verhandlungen.

Die Politiker wissen: Die Lage kann in dieser Nacht schnell eskalieren. „Wir wollen nicht noch einmal für Dutzende Tote verantwortlich sein, etwa wenn Verrückte in den Flüchtlingstreck rasen“, sagt ein österreichischer Regierungssprecher.

Also wird gefeilscht. Die Diplomaten spielen „Asylmikado“, wie es ein Diplomat nennt. Wer sich zuerst bewegt, verliert. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier signalisiert den Österreichern, sein Land könne nicht schon wieder Tausende aus Ungarn aufnehmen. Österreich wieder will nur dann Flüchtlinge ins Land lassen, wenn diese nach Deutschland weiterreisen können. Und Ungarn denkt erst bei einer Zusage für mehr Geld über eine Grenzöffnung im Süden des Landes nach.

Um Mitternacht schließlich telefonieren Ungarns Premier Viktor Orbán und Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann. Kurz darauf verbreiten die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Faymann eine gemeinsame Erklärung. Man werde Menschen in Not nicht im Stich lassen. Österreich, so verkündet zugleich Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, setze Dublin nicht außer Kraft, die Polizei werde sich den Menschen aber nicht mit Gewalt entgegenstellen.

Auf der Autobahn ist in diesen Stunden alles in flackerndes Blaulicht getaucht, es summt, alles schwirrt, es ist Horror. Plötzlich heißt es, es würden Busse kommen. Es war höchste Zeit, die ersten erschöpften Kinder lagen bereits in Schlafsäcken auf den Böschungen. Da, ein Kinderkopf lugt aus einem Rucksack hervor, der an einer Schutzplanke lehnt. Atmet es noch? Alles okay, sagt der Vater.

Einige der Männer, die die Gruppe zusammenhalten, rufen die Journalisten zusammen. Vor ihnen sollen die Behörden und die Fahrer bezeugen, dass die Busse keine Falle sind, dass sie die Leute an die Grenze und nicht in ungarische Camps zur Registrierung bringen werden. Sie wollen in den Bussen keine Polizei, wenn ein Fahrer woanders hinfährt, bringen sie ihn um, sagt einer.

Sie steigen ein. Auf dem Handy kontrollieren sie mit GPS die Fahrt des Busses. In etwa 90 Minuten werden sie beim Grenzübergang Nickelsdorf sein, dort, wo eine Woche zuvor der Lastwagen mit 71 erstickten Menschen untersucht worden ist. Diesmal ist es gutgegangen. Die Achse Berlin-Wien hat diese Menschen aus ihrer Notlage befreit.

Am Montag – kurz vor Redaktionsschluss – machten sich erneut hunderte auf den Weg. Sie wollen diesmal dem Lager Röszke in Südungarn an der serbischen Grenze entkommen, wo es keinen Platz in beheizten Zelten mehr gibt. Wo Flüchtlinge bereits die Zelte anzünden.

Am Montag hat Kanzler Werner Faymann angekündigt, den Schlagbaum wieder zu senken. Und auf Dauer werden auch deutsche Städte so einen Ansturm nicht bewältigen können, Angela Merkel gerät schon unter Druck der bayrischen CSU.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will den Mitgliedsstaaten die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen „nahelegen“, die bereits in der EU angekommen sind. Österreich wiederum fordert, die Ausgebombten und Kriegsvertriebenen sollen „vor Ort“, also im Libanon oder in der Türkei, Asylanträge stellen und dann nach einem Schlüssel in Europa aufgeteilt werden. Noch wiegeln vor allem osteuropäische Regierungen und nationalistische Scharfmacher im Westen ab.

Wer den Marsch der Vertriebenen erlebt hat, begreift indes, dass diese Leute nicht aufzuhalten sind. Es werden noch hunderttausende kommen, vielleicht ein paar Millionen. Und dann? „Let them in, let them earn“, titelte der Economist. Die 28 EU-Länder brauchen ein neues System, denn Dublin ist gescheitert. Und es braucht einheitliche Asylstandards, damit nicht alle in einige wenige Länder drängen, damit auch eine Quote Sinn macht. Neben der Euphorie vom Westbahnhof wird es neue Entscheidungen brauchen, auch solche, die unangenehm sind. Nur eine Gewissheit bleibt: Ihre Flucht ist unsere Zukunft.

Erschienen im Falter 37/2015

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